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Traktatus miraculösus der Abenteuer der Schwestern ShosoQ'La und Sheila

Kapitel 59: Von der Bekämpfung der Rübenseuche


Immer auf der richtigen Seite - ein Leben mit Care; Promotour Juni 99


Oh ehrwürdige Care, Licht allen Lebens, ich rufe Dich an !
Gib mir die Kraft und die Einsicht von Deinen Taten und Herrlichkeiten zu berichten. Lass mich von Dir künden, damit alle Welt Dich loben und preisen kann!

Es begab sich zu der Zeit, als Deine Dienerinnen auf ihrer Wanderschaft Rast in einer kleinen Schänke unweit Tikons einlegten, um, Deinen Namen preisend, Gutes zu tun. Trotz der Einfachheit des dortigen Volkes, erkannte es doch - kraft seines natürlichen Strebens nach dem Licht - Deine Macht und Herrlichkeit. Aus allen Ländern kommend wandten sie sich Deinem Namen zu und lauschten den Worten Deiner Priesterschaft. Und priesen! Und priesen! Sie kehrten sich von ihren Irrglauben ab, und versprachen nur noch Dir zu huldigen!

Deine Liebe erblickend, warfen sich sogleich zwei aus dem Elfenvolk uns zu Füssen, um untertänigst alle Falschheit und Unbill der Welt fern zu halten von Deinen Dienerinnen. Hilf ihnen auf ihrem Weg, Dein Wesen wahrhaftig zu erkennen! Doch verzeih meine Einfalt, erkenne ich doch nun, dass Du es warst, die diese edlen Geschöpfe schickte, um Deine Dienerinnen zu schützen und ihnen die wahre Erkenntnis teil werden zu lassen!

Doch nicht nur das Naturvolk wandte sich Dir zu! Auch ein bangender Bauer, bestürzt ob der beängstigenden Beschaffenheit seiner Rüben flehte Deine Hilfe an! Und fürwahr, gross war seine Not! Blässlich blau, gar bösartig besprenkelt bot sich der Anblick der Erdfrucht an! Seine Not in unsere Hände legend, rüsteten wir uns, Dich nächtens zu nennen! Gross war die Not und gross war die Mühe Deiner Dienerinnen, um die Wahrheit ans Licht zu führen. Kaum war das unselige Übel des Unglücklichen umher, umfloss Deiner Dienerschaft eine wiegende Welle wogenden Mitleides und alles Volk strömte, uns zu helfen. Welch wonnige Wohltat!

Zum Dank versprach der Bauer all sein Hab und Gut, all sein Vermögen, um Dir, oh Vollendetste, endlich einen Tempel in Tikon zu errichten! So riefen wir Dich um Rat, oh Einsichtsvolle, und Du gabest uns Antwort: speiende spössartige Spiegelmagie war der Urheber allen Übels! Oh garstige Grausamkeit! Oh erschreckende Erkenntnis! Würdelose, widersinnige Wandler wucherten wild zwischen den Welten!

Bestürzt und erschöpft zogen sich Deine Priesterinnen nun zurück, um Erholung zu finden und tiefere Einsicht. Doch ach! Nichts ahnend ob der Schlechtigkeit der Welt, unbesorgt ob des bösen Treibens, geriet Deine holde Dienerin ShosoQ'La in einen gar hämischen Hinterhalt! Bösartiges Treiben, gar billig zu nennen, kam in Gestalt eines Gastes, der den dräuenden Duft der Gefahr verbreitete. Oh welche Not! Oh welch Grauen! Deine Dienerin musste sich der garstigen Gewalt hingeben! Doch nicht für lange, denn Du hast in Deiner unendlichen Weitsicht hilfreiche Hände geschickt! Heldenmutig handelten die hilfreichen Helfer und eretteten Deine Dienerin aus gegebener Gefahr!

Wieder hast Du Dich in Deiner undendlichen Hingabe und Liebe gezeigt, oh edle Göttin, Licht meines Lebens! Ein Wandler blieb allerdings verschont, so dass er noch Zeugniss seiner Schlechtigkeit ablegen konnte. Doch wie spottete er unser! Wie treibte er Hohn! Wie rätselte er herum! Was sollte Deine Dienerschaft tun? Das Schicksal der ganzen Welt lag in unseren Händen! Doch wir Unwissenden! Wir, die wir auf Deinen Rat und Deine Eingebungen angewiesen sind! Doch Du erschienest uns in finsterer Nacht, Du leutchtestest uns in dunkler Stunde! Oh Wunderschöne! Oh Verschwenderische!

Nun hatten wir die Lösung zu allem Ungemach: wieder versprühtest Du Hoffnung und Zuversicht. So zog denn alles Volk frohgemut mit Deinen Dienerinnen in die finsteren Wälder, um die Welt von wechslerischen Wandlern zu erlösen! Schon hatte sich eine Armee von Wandlern bereit gemacht, durch die Tore zu gehen und Unheil über unsere Lande zu bringen.Doch Du hast uns die Wahrheit gezeigt, Du hast uns den Weg gewiesen!

Durch die Tore im finsteren Wald stiessen wir den Wandler, den Spätgebärenden, der noch während seines letzten Atemzuges die Chuzpe hatte seinen Balg zu werfen! Doch vernichtet ist er und vernichtet ist die Armee der Wandler! Doch dank Dir, oh Göttliche, kam niemand zu schaden, denn Deine Dienerinnen setzten sich für das Leben Deiner Anhänger ein, und schützen sie durch ihren Leib und ihre Kraft! So konnten die wütenden Stürme Deinen Kindern nichts anhaben und alles Volk jubelte!

So war denn alles Volk in jauchzenden Jubel und trug die süsse Last Deiner Dienerinnen auf Händen aus den dunklen Wäldern, hinaus ans Licht! Gross war das Glück und gross die Huldigungen! Alle riefen sie Deinen Namen in Ehrfurcht und Freude aus, alle werden für Deine heiligen Hallen in Tikon spenden, sogar das letzte Hab und Gut hergeben! Jeder gab uns sein Versprechen, und jeder war ein gar glücklicher Mensch!

Das dunkle Tor der törichten Taten ist zerstört, Dein Name ist allerorten, Deine Anhänger sind zahlreich! Nun wird Dein Tempel in Tikon errichtet, Deine Pracht und Herrlichkeit, Deine verschwenderische Natur wird Einzug halten und Glück im Überfluss verbreiten!

Oh Care, Du göttliche, Du glückverheissende allmächtige Göttin! In Deinem Namen konnten wir Weisheit und Zuversicht verbreiten, sowie Rettung aus tiefster Not. Hilf uns auch noch einem Unglückseligen zu helfen, in dessen Brust - ach - zwei Seelen wohnen! Er hat sein Schicksal in Deine Hände gelegt und erhofft Rettung von seiner Pein. Denn scheint er auch körperlich aus einem Guss zu sein, so sind doch zwei Wesen in ihm vereint. Zwei Wesen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, zwei Wesen, die nach Dir suchen! Im tiefen Glauben an Dich sucht er nach dem Heil für seine beiden Wesen. Da die weltlichen Widrigkeiten es nicht zuliessen ihm in der kurzen Zeit zu helfen, erflehen wir - oh Göttliche - Deinen Rat für sein Flehen! Hilf ihnen, dem Haras sowie dem Rasa, auf dass sie nicht verzweifeln, auf dass sie die tiefe Verzweiflung nicht mitreisst in den grausamen Schlund der schwarzen Leere!! Genau so wie Du einst Deiner bescheidenen Dienerin Sheila geholfen hast, ihren Weg aus den verwerflichen Untiefen des Jammertales hinauf zu den glücklichen Hügeln der Erkenntnis und der wirklichen Wollust zu finden! Auch sie war in grosser Not, doch Du hast mich gesandt, um ihr den Weg ins Licht zu weisen! So sende nun uns, um auch anderen armen Kreaturen Deine Vollkommenheit und Dein ewiges Strahlen aufzuzeigen, auf dass sie erleuchtet werden!

Gepriesen seist Du, oh Allerschönste, Licht meines Lebens!
Herrscherin über alle Freuden!
Trösterin in der Dunkelheit!

Nimm das unwürdige Werk Deiner Dienerin ShosoQ'La milde an und segne sie!

Möge Care ihr wonniges Antlitz auf uns strahlen lassen!

Hilft Dir Care, so gelingt Dir alles!

Caressimo!


Geschrieben von lea; zum letzten mal bearbeitet von seegras am 30 Nov 2002