Einsteiger
Einsteiger
Planigkeiten
Planigkeiten
Kalifat
Kalifat
Ausrufer
Ausrufer
Galerie
Galerie
Reiserouten
Reiserouten

Erreichbare und teils empfohlene

Orte und Plätze


die auch vom Wandernden Gott AKHRAN besucht werden können, was nicht immer Schutz verheisst, aber grosse Unterschiede beweist: Ansicht, Angebot und Erlebnisse sind jedesmal anders.


Das Emirat Tikon
Betrachte das geographische Gebiet der heutigen Schweiz (
am besten auf unserer Karte): Zwischen dem Rhein und der Linie Sargans - Walensee - Vierwaldstättersee - Bern - Biel - Jura. In diesem Raum sind die meisten Abenteuer lokalisiert, die wir - bislang 54 Kapitel der TikonStory - in unserer ans geschichtliche Mittelalter angelehnten FantasyWelt ablaufen lassen.
Neben der in bevorzugten Gebieten alteingesessenen Bevölkerung der deutschsprechenden Ala-Manen im germanisch-keltischen Stil mit viel bodenständigem Leder und Eisen gibt es zahlenmässige etwa in gleicher Stärke umherziehende Nomadenstämme: die Shil-o-Manen, die Pir-o-Manen, die Schalt-o-Manen, die Kryp-to-Manen und die Mus-el-Manen. Sie leben bunter, frivoler, leichtfüssiger, verrückbarer nach dem Vorbild ihres grossen hakennasigen wandernden Gottes Hazrat Akhran. Jeder Stamm wird von einem Scheich angeführt, der für sie sprechen mag und dem Rat der Scheichs angehört. Der Vorsitzende in diesem Rat ist als "Emir" Souverän und oberster Schlichter, ein gewählter König also. Im heutigen Jahr 30 G.T. (G.T. meint seit Gründung Tikons, dies jährt sich jeweils im September) wäre das Emir Gunbar Tswo, wenn nicht gerade die Palastrevolte seines GartenHauptmanns Gloozi ben Noën zu berücksichtigen wäre, deretwegen er einen ausgedehnten Besuch in den Dünen vorzieht.
An sich ist nun das gesamte Gebiet des Emirats als grosszügig eigenverantwortliches Protektorat des fernen Königs Bogumil XIII von Dracconia zu sehen, was aber nicht sehr gerne gehört und vielmehr ausgiebigst übersehen wird. Die Ausnahme hierzu machte früher als Lehen die freie Oasenstadt Wexxel, die sich nun aber von König Bogumils XIII direkter Einspruchnahme entwunden hat und der Einbündigkeit innerhalb Tikons entgegensteuert.
Doch im Emirat kann man sehr wohl noch vielen aktiven Ausnahmen begegnen, die die Regel nur umso mehr bestätigen. Kommen wir zu damit zu einer Besonderheit: der Ansiedlung auf dem Gebiet der an sich nomadisierenden Mus-el-Manen.

TIKON, LuxPerle am Li-Fluss und Zentrum des Kalifats Tikon
Die TikonStadt bildet Zentrum und Hauptstadt des klein wie feinen Kalifats Tikon, dem gesonderten mus-el-manischen Kernland des weit weitläufigeren Emirats Tikon. Hier residiert bisweilen unser Kalif Prinz Nathanaël. Von Zeit zu Zeit läuft er als von Gottes Hand gespalten und neulicherdings wieder als er selbst durch die Räume und Bazaare der Stadt. Er ist noch sehr jung, und seine Energie ergiesst sich mehr in luxuriöse Gelage und Festlichkeiten, um seiner Schwester Prinzessin Nyala zu imponieren, oder so etwas ähnliches.
Daher obliegen die Regierungsgeschäfte weitgehend dem Rat der Veziere, dem Ihrerseine geschwätzige Weniglichkeit unter dem allumspannenden Turban, Grossvezier Rereshqala vorsteht. Die meisten
wortgewaltigen Nichtentscheidungen und Übersehungen Seiner Wichtigkeit erregten dereinst prompto das Missfallen des überalterten und trotz seiner Zähigkeit jüngst verblichenen Mus-el-ManenScheichs TopaSallior. Wenn man sich nun noch das vor allem in Kleinlichkeiten funkensprühende Zusammenprallen mit der anderslaufenden Kultur der Händler und Handwerker vorstellt und die sich in politischen Dingen tummelnden Magier aller Couleur vergegenwärtigt - Juchheirassa!
Obliche Schilderungen mögen sich aber auch eher als Wunschvorstellung gewisser Mus-el-Manen lesen, wo doch die neueren Umstülpungen unter dem Turban nicht zu vergessen sind, als einige Lagen Gloozi sich der oben genannten Wichtigkeiten annahm und die werten Herren Kalif, Emir und Grossvezier drittlings aus den Kamelsätteln warf. Demfolgend ergriff er das Steuer in Tikon und benannte sich selbst zum Commandante über Kalifat und Emirat allzusammen.
Nun, lediglich in sonnendurchfluteten und hitzewabernden Zeiten des Dohar, in der schwülen Nachmittagsmitte also - herrscht allenthalben wirklich erschöpfte Ruhe in dieser Perle von Stadt.

Die kleine Stadt Tingen
Tingen, westlich von Tikon gelegen, darf trotz allem nicht der Vergesslichkeit und Überheblichkeit der NichtMagier zum Opfer gereichen und aus den Köpfen fallen! Vor über drei Jahren ist sie in einer bitterkalten Februarnacht verbrannt, indem sie durch ErzMagus J'Osui
gezwungenermassen standortfest ein "Böllerwerk" gegen die heranbrandenden Horden der Urbösen, AnderWeltler und anderem Schattengewächs darzustellen erhofft hatte.
Tatsächlich, man versuchte die Dæmonischen mit Zwiebeldämpfen fernzuhalten, weil die versammelten Magier und Adepten in der Akademie sich nicht zu energischen oder energiereichen Handlungen durchringen konnten. Vielmehr setzten sie auf ein Treffen mit dem dæmonischen Scharschef und mussten zur Rettung schamhaft samt und sonders im Boden versinken, der darüber grosszügig verkokelt wurde.
Der beklagenswerte Verlust war, dass die Magische Akademie samt dem Turm Zorzi Err bis auf besagte Bodenebene vernichtet wurde und dass keiner zu wissen vorgab, wo die zwei Fuhrwerke wertvoller Bücher hingebracht wurden. War, denn dieser Verlust, durch einige Wendungen und Verschlingungen verändert, schickt sich nun an, wieder eine erneuerte Akademie zu werden. Auf just diesem Gelände nämlich ereilte vor kurzem den gefallenen Ex-Masam Ghîlan das Schicksal des Baumeisters, damit seine Läuterung somit in die Tat umzusetzen wäre. Wundersamerweise tauchten auch alsbald aus der Bibliothek zu Wexxel einige der verloren geglaubten Bücher wieder auf, als "grosszügige" Spende zum Wiederaufbau, der nun, wo der schützende Mörtel mit Rotem Magischen Salz bereitsteht, kräftig voranschreiten kann.

>Die MET-Ropole Wexxel
Zwei Tagesreisen weiter östlich von Tikon, über die Kamelweiden, findet sich die nunmehr
freie Oasenstadt Wexxel, die nach einer langen Sanddünenzeit wieder in der Abendsonne erstrahlt. Von dem UR-Viech dem Erdboden näher gebracht und von den Experimenten des unseligen ErzMagus Koratzo, dem Verwirrten, erschüttert, ist die Geschichte dem Namen sehr ähnlich: wexxelhaft.
An sich gehört sie irgendlich zum Emirat, geniesst aber weitestgehende Unabhängigkeit, was unter anderem daher rührt, dass sie erst von der Vampirfürstin Lady Aressia und nun seit einiger Zeit von dem Gelehrten und Lehensverwalter Ghilean regiert wird, der sich mit der Unterstützung durch das Nachtvolk wohl weiterhin darin 'sonnen' wird.
Wer will schon so etwas zu seiner Vorgartenwüste zählen? Seine schreiberliche Regierunghäuptlichkeit baut deshalb auch bienenfleissig weiter am Ruf und an neuen Bauwerken der Stadt wie Bibliothek oder Tempel und schickt sich alsbald an, die zweite Stadt im Kalifat zu führen, nachdem Tingen unglücklicherweise verwüstet wurde. Dabei übergeht er des öfteren die Ansprüche des altehrwürdigen Plenarchen und Sandbesitzers von Wexxel, Lord Varag Vetinari, der sich vom vehementen Protesteur zum mauscheligen Profileur verdschinnt hat.
Berühmt sind auch die Vergnügungsviertel der Stadt, die schon so manchen ruiniert haben sollen, ebenso die Vampire und untoten Diener, die sich völlig auffällig unter das lebendige Volk mischen und für ein gutes Tröpfchen leichtverzapfte Münze bieten. Alles in allem kann man also in Wexxel tolle Abenteuer erleben und über viel Vergnügen stolpern, auch wenn man des nächtens die Kammer vielleicht besser nicht verlässt. Einen Vorgeschmack auf diese Abenteuerlichkeiten konnte man vor kurzem auf der Dogenwahl miterleben und soll dem geneigten Interessenten nicht vorenthalten werden.


Geschrieben von folini; zum letzten mal bearbeitet von GbO am 30 Nov 2002