Fundregal zu Wexxel

Fundstabe VbT

Jüngst zurückgelangte KarawaeXpeditio berichtete von allerlei Seltsamen und Anderem in völkischer Hinsicht und hat hierzu ihre Bekenntnisse in jener Abteilung hier zurückgelegt.



[] Akasha I - Königin des Shil-o-Manischen Volkes
Akasha I
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[] Jüngst haben wir eine Ecke gerichtet, um auch die fernen Nachbarschaften nach Tikon zu führen und zur Lesung abholdzugeben. Aus dem Fokus der Beachtung ist der kleine matriarchale Stamm der Shil-o-Manen vor vielen Generationen verschwunden. Forschlokierungen ergaben, dass jemals die Stammesleute wanderten und nördlich der Stadt El-Bas durch die Zeit ein Königreich Shil-o-Manien aushuben und besiedelten. Ausserwelchem auch hin und wieder ein neues kleines Siedlungsgebiet um den Oberen See bei Tikon nomadisch bewandert wurde, als nach den Drachenkriegen versprengte Stammesteile sich wieder erblicken liessen.
Blicket nun auf einige frisch erfundene Folianten und Papyri aus dem Königreich Shil-o-Manien - Verbindliches und Verbindungen aus und zum neuen Siedlungsgebiet wird nachgeforscht und zugeliefert hier zu finden sein.

[] 'Das wahre Wort'
Auszüge aus dem Glaubenswerk unter besonderer Vernachlässigung des männliches Zweiges.

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Unser Glaube ist so alt wie die Welt. Unser Land und unsere ganze Lebensweise ist an ihn gebunden. Luna ist die Mondgöttin und mit ihrer Güte und Weisheit lenkt sie die Geschicke des Landes in Gestalt der Königin. Sie ist die, die das Leben schenkt; sie ist in jedem Kinde, das geboren wird, in jedem Tier, das lebt, in jeder Ernte, die eingebracht wird. Wo immer Dir ein Licht entgegenstrahlt ist sie es die Dir leuchtet.

Am Anfang war der Himmel ganz von Lunas Größe ausgefüllt. Dann gebar sie die Welt, wozu sie einen Teil Ihres Leibes benutzte. Sie schenkte ihrem Kinde die Hälfte ihres aus Licht gewebten Mantels, damit es sich während der Kräfte des Tages in den Weiten des Himmels umsehen konnte. Während der anderen Hälfte des Tages, sollte es schlafen; und die Mutter bewachte den Schlaf ihres Kindes gut. So gedieh das Kind. Der Teil von sich, aus dem Luna die Welt gebar fehlt ihr heute noch. Daher muß sie sich in einem regelmäßigen Zyklus erneuern und sogar während eines Tages in einen tiefen Schlaf verfallen. An diesem Tag soll das Kind über die Mutter wachen. Wir, die Shil-o-Manen sind das Herz des Kindes. Mit der Stärke unseres Glaubens, die wir durch Gebete und auch mit dem Schwerte ausdrücken, wenden wir alles Unheil von der großen Mutter im Himmel ab und vertreiben es aus unseren Gefilden.

Vor langer Zeit jedoch, da unsere Vorfahren Lunas Größe noch mit dem Blute des Volkes huldigten, da geschah ein großes Unheil. Eine schöne Jungfrau mit Namen Neila sollte zur Mondwende geopfert werden. Doch Luna erschien Neila und verkündete: Vergießt nicht meines Herzens Blut. Eine Mutter darf dies von ihrem Kinde nicht fordern. Gehe und sage dieses deinem König. Und so tat die Jungfrau. Doch der König war gepeinigt von der Männer Laster. Er war trunken von Wein und erkannte die Stimme der Mutter nicht, die durch Neila zu ihm sprach. Er verspottete die Jungfrau und ließ sie einsperren, damit sie sich ihrer Bestimmung nicht entziehen könne. Und der Tag kam, da sie den Tempel der Mutter reinigten und schmückten für das Opfer. Der Chor stimmte an zum Gebet. Die schöne Jungfrau wurde in den Tempel geführt, ganz still war sie und in ihren Augen glänzten Tränen. Der König schritt in den Tempel, prunkvoll gewandet. Mit Schrecken sah die Mutter das Unheil in Gestalt des Uneinsichtigen. Als der König sein Zeremonienschwert hob, wandte Luna sich ab und Dunkelheit überflutete den Tempel und das ganze Land. Sieben Wochen und einen Tag. Die Mutter schlug ihr Kind. Dabei zersprang der Mantel des Kindes und breitete sich über den ganzen Himmel. Noch heute kannst Du seine Splitter als Sterne erkennen. Die Mutter litt großen Schmerz über die frevelhafte Tat ihres Kindes.

Um nicht länger strafen zu müssen, schuf sie einen, der über ihre Gebote wachen sollte und nannte ihn Amunth. Ihm gab sie einen weiteren Teil ihres Mantels, damit er das Handeln ihres Kindes bewachen konnte. Auch verbannte sie die Männer aus ihrem Herzen, da diese sie nicht erkannt und ihren Geboten nicht gehorcht hatten. So sollten die Frauen die Männer leiten und führen. Denn nur sie können wie Luna Leben gebären und wissen um die Bedeutung desselben.

So steht es hier

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[] [] 'Kleines Shil-o-Manicum'
Welches von Shil-o-Manien berichtet, wiewohl das ländliche Königreich lange abgeschlossen ward und der Schlüssel erst neulich wiedergefunden wurde.

[] [] 'Kalendarium'
Damit niemand im Lande zu spät komme, findet sich hier eine kleine Einführung.

[] [] 'Auszug über Shil-o-Manien's Königinnen'
Niemand sollte Halbseidenes vermuten, ist dies doch eine einfache Genealogie.

[] [] 'Die grosse Verheerung'
Stückwerk aus schauerlichen Zeiten nach dem Dante sein Werk verfasste.

[] [] 'Neulich auf dem Schneeberg'
Nach langer Abwesenheit kam eine Delegation aus dem Königreich auf die Audienz des früheren Emir Gunbar Tswo. Hier kann nachgelesen werden, warum sie auch wieder lange abwesend bleiben wird.

[] [] 'Die Launen der Königinnenwürde'
Ein rechter Bericht über den Usus der Krönungszeremonie in Shil-o-Manien.

[] Dieser Säulenraum bietet wenige doch hochinteressante Wege ins Weite des Fundregals. Habt Ihr hier doch eine kleine Nische, welche sich über eine Wendelstiege zu dem Fundstaben HtT mit seinen geistigen Belangen bewegt. Ist euch weniger nach den wackeligen Erfahrungen des gusseiseren Wendelns, dann kommet hierdurch über die sanfte, gerade geschliffene Holzrutsche zum Fundstaben HAaB, wohin hier eher Abenteurer und deren Erlebnisse gestellt werden.

Getreulich wiedergegeben hat Michael Breitenfellner die wahren Worte.

Panta rhei. Das letzte Mal am 4. März 2000.