Fundregal zu Wexxel

Fundstabe VbT

Jüngst zurückgelangte KarawaeXpeditio berichtete von allerlei Seltsamen und Anderem in völkischer Hinsicht und hat hierzu ihre Bekenntnisse in jener Abteilung hier zurückgelegt.



[] Akasha I - Königin des Shil-o-Manischen Volkes
Akasha I
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[] Jüngst haben wir eine Ecke gerichtet, um auch die fernen Nachbarschaften nach Tikon zu führen und zur Lesung abholdzugeben. Aus dem Fokus der Beachtung ist der kleine matriarchale Stamm der Shil-o-Manen vor vielen Generationen verschwunden. Forschlokierungen ergaben, dass jemals die Stammesleute wanderten und nördlich der Stadt El-Bas durch die Zeit ein Königreich Shil-o-Manien aushuben und besiedelten. Ausserwelchem auch hin und wieder ein neues kleines Siedlungsgebiet um den Oberen See bei Tikon nomadisch bewandert wurde, als nach den Drachenkriegen versprengte Stammesteile sich wieder erblicken liessen.
Blicket nun auf einige frisch erfundene Folianten und Papyri aus dem Königreich Shil-o-Manien - Verbindliches und Verbindungen aus und zum neuen Siedlungsgebiet wird nachgeforscht und zugeliefert hier zu finden sein.

[] [] 'Das wahre Wort'
Auszüge aus dem Glaubenswerk unter besonderer Vernachlässigung des männliches Zweiges.

[] 'Kleines Shil-o-Manicum'
Welches von Shil-o-Manien berichtet, wiewohl das ländliche Königreich lange abgeschlossen ward und der Schlüssel erst neulich wiedergefunden wurde.

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Das schöne Shil-o-Manenreich liegt in der Hoyt-Wüste, am Ufer des mächtigen Duijn-Flusses (Anmerkung: Rhifluss). Es wird begrenzt von hohen Gebirgs- und Hügelzügen, den Diamanthügeln im Südosten, dem riesigen Naib-Gebirge im Norden und der Sohirsee, einem warmen Meer im Westen. Es gibt nur wenige Pässe, die shil-o-manische Handelskarawanen bereisen können und selbst diese sind über die Wintermonde meist nur schwer passierbar. Shil-o-Manische Handelsgüter sind: hochwertiges Tuch, Gewürze, Tabak, Tee, getrocknete und kandierte Früchte, Kamelhaardecken, sowie kunstvolle Objekte aus Gold, Silber und Diamanten, deren Bestandteile in ertragreichen Mienen in den Diamanthügeln gefördert werden.

Auf Grund der schweren Zugänglichkeit des Reiches ist die shil-o-manische Gesellschaft relativ unberührt von äußeren Einflüssen geblieben und hat sich einige Eigenheiten bewahrt. So bedeutet den matriarchisch strukturierten Shil-o-Manen ihre Königin alles. Sie schenkt und nimmt von Luna, der einzig wahren Göttin Gnaden das Leben. Aller weltlicher Besitz gehört der Königin und wird von ihr verwaltet. Sie sorgt für die jährliche Überschwemmung, die das Ackerland an den Ufern des Duijn fruchtbar macht und den Männern Arbeit gibt. Sie gebietet über eine sagenumwobene Kämpferinnentruppe, die Amazonen.

Zur Amazone; es gibt, außer ein paar Repräsentationsfiguren für Auslandsreisen, nur weibliche Krieger. Dazu wird man geboren. Dies geht schon aus den alten Überlieferungen hervor und wird auch allezeit so sein. Nur jene Neugeborenen, die das Geburtsmal, ein schwertförmiges Zeichen auf der rechten Brust tragen, sind auserwählt und werden aus dem ganzen Reich in die Hauptstadt Shil-O gebracht, um dort eine wohl einzigartige Ausbildung zu erhalten. Shil-O heißt „Perle der Wüste“ und als solches Kleinod kann man sich den Reichssitz der Königin auch vorstellen. Die Stadt, als einzige der Siedlungen am Duijn aus Stein erbaut, ist der Stolz aller Shil-o-Manen. Ein jeder Shil-o-Mane, von wo auch immer er stammt, soll sie, die Unvorstellbare, wenigstens einmal in seinem Leben erblickt haben. Die Bewohner Shil-Os wandeln auf edelsten Marmorstraßen, die Häuser sind mit silbernem Zierrat geschmückt, bunt bemalt und prachtvoll anzusehen. Ein unnachahmliches Aroma durchströmt die tausendjährigen Gassen, ein Duft nach Kräutern und Gewürzen, wie man sie nur in Shil-o-Manien finden kann. Nicht jedem wird durch die mächtigen Stadttore Einlaß gewährt in die königliche Reichshauptstadt, die gleichsam Sitz des Haupttempels von Lunas Gnaden ist.

Sowohl Priesterinnen als auch seit kurzem Priester werden hier im Sinne der einzig wahren Göttin ausgebildet. Die Hohepristerin verkörpert neben der Königin die größte spirituelle Macht im Reich. Der Legende nach gab es in Shil-o-Manien nur einmal einen männlichen Hohepriester. Dieser Günstling der damaligen Königin, Smirna der Dritten, war schwach, wie alle Männer und verfiel der Gier nach Reichtum und Macht. Von Mondwende zu Mondwende häufte er mehr und mehr Reichtümer und okkulte Macht an, bis er sich eines Tages anmaßte, die Göttin selbst übertrumpfen zu wollen. Die Nacht, in der Rhaotep der Raffgierige Lunas Gnade verspielte, ist seither eine mond- und sternlose, schwarze Nacht in den Annalen des Reiches. Jedes männliche Wesen, das in dieser Nacht das Licht der Welt erblickt, wird nur Unglück über sich und die seinen bringen. Rhaotep, so berichtet die Legende weiter, ward unter ohrenbetäubenden Schmerzensschreien in einer glitzernden Diamantwolke gefangen worden, welche ihn bei lebendigem Leibe zu Staub zermahlte.

Der königliche Hof zu Shil-O, an welchem sich die Familie der Königin aufhält, ist zusammen mit dem Haupttempel der prächtigste Teil der einzigartigen Wüstenperle. Der Hof und der Tempel bilden das Herz der Stadt. Der Hof, eine parkartige Anlage aus palastähnlichen Bauwerken und exotischen Gärten mit betörend duftenden Blüten ist riesig, umfaßt die königliche Familie ja sehr viele Mitglieder. Allein die Ehemänner der Königin bewohnen drei der sieben silbernen Paläste. Und auch die Leibgarde der Königin, eine speziell ausgebildete Amazonentruppe, lebt hier. Die Königin selbst ist jedoch nicht ständig im Palast der Sieben Perlen Lunas anzutreffen. Während drei Monden im Jahr reist sie mit der Hohepriesterin durch ihr Reich, verkündet Lunas Gesetz und überbringt Lunas Gnade den verstreut lebenden Nomadenvölkern der Wüste, den Bewohnern der Zeltsiedlungen am oberen Duijn, den kleinwüchsigen Betreibern der Bergmienen und deren Familien. Selbst in die entlegensten Gebirgssiedlungen trägt sie Lunas Segen. (Anmerkung: Das Siedlungsgebiet am Oberen See ward bei Abschrift nicht im Königreich bekannt)

von Tabea Onyx,
Urheberin und Revisorin des Infomations- und Sicherheitsbüros für Mitshil-o-Manen und Ausländer, kurz TOURISMA-Büro)

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[] [] 'Kalendarium'
Damit niemand im Lande zu spät komme, findet sich hier eine kleine Einführung.

[] [] 'Auszug über Shil-o-Manien's Königinnen'
Niemand sollte Halbseidenes vermuten, ist dies doch eine einfache Genealogie.

[] [] 'Die grosse Verheerung'
Stückwerk aus schauerlichen Zeiten nach dem Dante sein Werk verfasste.

[] [] 'Neulich auf dem Schneeberg'
Nach langer Abwesenheit kam eine Delegation aus dem Königreich auf die Audienz des früheren Emir Gunbar Tswo. Hier kann nachgelesen werden, warum sie auch wieder lange abwesend bleiben wird.

[] [] 'Die Launen der Königinnenwürde'
Ein rechter Bericht über den Usus der Krönungszeremonie in Shil-o-Manien.

[] Dieser Säulenraum bietet wenige doch hochinteressante Wege ins Weite des Fundregals. Habt Ihr hier doch eine kleine Nische, welche sich über eine Wendelstiege zu dem Fundstaben HtT mit seinen geistigen Belangen bewegt. Ist euch weniger nach den wackeligen Erfahrungen des gusseiseren Wendelns, dann kommet hierdurch über die sanfte, gerade geschliffene Holzrutsche zum Fundstaben HAaB, wohin hier eher Abenteurer und deren Erlebnisse gestellt werden.

Für Übersetzungfehler ist jene Ablage von Michael Breitenfellner mit prompter Antwort gedacht.

Panta rhei. Das letzte Mal am 4. März 2000.