Fundregal zu Wexxel

Fundstabe VbT

Jüngst zurückgelangte KarawaeXpeditio berichtete von allerlei Seltsamen und Anderem in völkischer Hinsicht und hat hierzu ihre Bekenntnisse in jener Abteilung hier zurückgelegt.



[] Akasha I - Königin des Shil-o-Manischen Volkes
Akasha I
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[] Jüngst haben wir eine Ecke gerichtet, um auch die fernen Nachbarschaften nach Tikon zu führen und zur Lesung abholdzugeben. Aus dem Fokus der Beachtung ist der kleine matriarchale Stamm der Shil-o-Manen vor vielen Generationen verschwunden. Forschlokierungen ergaben, dass jemals die Stammesleute wanderten und nördlich der Stadt El-Bas durch die Zeit ein Königreich Shil-o-Manien aushuben und besiedelten. Ausserwelchem auch hin und wieder ein neues kleines Siedlungsgebiet um den Oberen See bei Tikon nomadisch bewandert wurde, als nach den Drachenkriegen versprengte Stammesteile sich wieder erblicken liessen.
Blicket nun auf einige frisch erfundene Folianten und Papyri aus dem Königreich Shil-o-Manien - Verbindliches und Verbindungen aus und zum neuen Siedlungsgebiet wird nachgeforscht und zugeliefert hier zu finden sein.

[] [] 'Das wahre Wort'
Auszüge aus dem Glaubenswerk unter besonderer Vernachlässigung des männliches Zweiges.

[] [] 'Kleines Shil-o-Manicum'
Welches von Shil-o-Manien berichtet, wiewohl das ländliche Königreich lange abgeschlossen ward und der Schlüssel erst neulich wiedergefunden wurde.

[] [] 'Kalendarium'
Damit niemand im Lande zu spät komme, findet sich hier eine kleine Einführung.

[] 'Auszug über Shil-o-Manien's Königinnen'
Niemand sollte Halbseidenes vermuten, ist dies doch eine einfache Genealogie.

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Auszug aus den Regentschaftsgrundlagen von Holyst, Schreiber der Königin im Jahre sieben der Regentschaft Samiras II, überarbeitet von Mihai von Shilo, Cousine der Königin, im Jahre Akasha I sieben.

Die heutige Herrscherin des shil-o-manischen Volkes heißt Akasha I, sie ist bereits seit sieben Jahren an der Macht. Vor ihr regierte ihre Mutter Sowa II. Es ist immer die Erstgeborene, die Thron und Titel erbt. Der jeweilige Vater, shil-o-manische Königinnen bevorzugen meist mehrere Männer, ist dabei nicht von Belang.

Der Titel kann auf Grund verschiedener Vorkommnisse weitergegeben werden: Erstens, die Königin stirbt; zweitens sie dankt ab; drittens sie verschwindet oder viertens, sie wird abgesetzt. Es ist das Recht jeder Königin, abzudanken, solange es noch einen weiblichen Nachkommen der königlichen Linie, ausgehend von Samira I, der ersten Königin nach der großen Verheerung gibt. Dies kann im Idealfall die erstgeborene Tochter sein, aber auch eine Schwester oder eine Cousine.

Mit jeder Königin beginnt ein neuer Kalender im shil-o-manischen Reich, so leben wir derzeit im Jahre sieben der Regentschaft Akashas I. Wegen dieser Art der Datumsführung ist es wichtig, die Herrschaftsfolge derer von Shilo zu kennen. Begonnen wird mit Samira der Mildtätigen oder der Ersten. Die Könige und Königinnen vor Samira liegen im Dunkeln, denn bei der großen Verheerung, als Luna die Shil-o-Manen für ihren Unglauben strafte, gingen viele Aufzeichnungen verloren. Das wenige, was bekannt ist, beschränkt sich auf die Ursachen der großen Verheerung und den Namen des Unaussprechlichen, der diese über die Shil-o-Manen brachte. Doch hierzu studiere man die Chroniken.

Samira I folgte nach langer mildtätiger Regentschaft im Sinne Lunas Palachne, ihre Tochter. Palachne regierte nur drei Jahre lang, dann erlag sie einem schweren Leiden, welches sie von Geburt an plagte. Da sie keine Kinder gebären konnte, folgte ihr ihre jüngere Schwester Andorien auf den Thron. Andorien die Herrische oder Streitsüchtige lenkte lange die Geschicke des Landes. Sie hatte viele Töchter. Nach ihrem Tode wurde Sowa I oder Sowa die Unsterbliche geweiht. Sowa nahm in der Reihe der Königinnen eine Ausnahmestellung ein, denn wegen eines Unfalls bei einem magischen Ritual zu Ehren Lunas erlangte sie Unsterblichkeit (es wird bekundet, daß eine Palme und ein Frosch ebenfalls in diesen Vorfall verwickelt waren...), aber keine Unverwundbarkeit, welche sie vor dem frevelhaften Anschlag ihrer Urururenkelin Sepha Jahre nach ihrer Thronbesteigung hätte schützen können. So endete die gerechte Herrschaft Sowas I und ihre älteste weibliche Nachkommin, Sepha I wurde Königin. Sepha war eine grausame Herrscherin, die viele Kriege führte und endlich die verhaßten Zwerge in den Diamanthügeln im Südosten des Reiches unterjochte. Auch ihr Tod war grausam, eine ihrer Gespielinnen schnitt ihr, von Schlafmitteln betäubt, bei lebendigem Leibe das Herz aus der Brust (man munkelt, das Sepha sich auf dieselbe Art und Weise anderer Liebhaberinnen entledigt haben soll). Da Sepha kinderlos verschied, folgte ihr nach jahrelanger Tyrannei eine Cousine, Nereide I auf den Thron. Nereide die Langweilige regierte lange und dankte schließlich, im Alter von 81 Jahren zu Gunsten ihrer ältesten Tochter, Samira II ab. Samira II hielt das Amt nur kurze Zeit inne, dann dankte auch sie, inzwischen 70jährig ab, um ihrer Tochter Platz zu machen. Jeweils von Mutter auf Tochter ging die Krone über auf Nereide II, Samira III und Ottilia I. Darauf folgten die legendären „schwarzen Schwestern“ Ulissa und Luissa, Töchter von Ottilia und ihrem Lieblingsgemahl Orpus, der als großer schöner Mann mit schwarzer Haut beschrieben wird. Woher er kam ist ungewiß. Ulissa die ältere dankte zu Gunsten ihrer jüngeren Schwester Luissa ab, die viele Jahre das Geschick des Reiches in Händen hielt. Weiter regierte Xenobia, Cousine der Königin, da Ulissas und Luissas Regentschaft ohne weibliche Nachkommen blieb. Xenobias älteste Tochter war Sowa II, welche nach ihrer Abdankung bis heute verschwunden ist. Man vermutet sie mit ihrem letzten Liebhaber Don Fernando Belissimo in den fernen Nordlanden.

Die Königin übernimmt mit ihrer Weihe, welche sie von der Hohepriesterin erhält, alle weltliche Macht des Reiches. Alle Güter, alle Bürger bilden ihren Besitz, ebenso alle Gebäude und alles Land, welches die Grenzen Shil-o-Maniens umfaßt. Die einzige Ausnahme bildet der Haupttempel zu Shil-O. Dieses palastartige Gebäude und der Hügel, auf dem es vor vielen Jahren erbaut wurde, liegen außerhalb ihres Machtbereiches. Als eines der wenigen Gebäude von Shil-O überstand der Haupttempel nahezu unversehrt die große Verheerung. Hier untersteht auch die Einzigartige Blume des Reiches, die Beherrscherin des Glaubens und der Gesetze der Hohepriesterin, die nur noch der Göttin selbst Rechenschaft abzulegen hat. Die Herkunft der gegenwärtigen Hohepristerin Munsalia liegt im Dunkeln, doch sie gebietet nun schon seit der Herrschaft Sowas I über den Haupttempel. Nur wenigen ist der Zugang zum Haupttempel gestattet. Selbst die Königin kann nicht ohne weiters den Haupttempel aufsuchen. Doch als einziger Mensch kann sie eine Anhörung vor Luna fordern. Diese höchste Gericht einzuberufen steht nur ihr zu.

So steht es hier

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[] [] 'Die grosse Verheerung'
Stückwerk aus schauerlichen Zeiten nach dem Dante sein Werk verfasste.

[] [] 'Neulich auf dem Schneeberg'
Nach langer Abwesenheit kam eine Delegation aus dem Königreich auf die Audienz des früheren Emir Gunbar Tswo. Hier kann nachgelesen werden, warum sie auch wieder lange abwesend bleiben wird.

[] [] 'Die Launen der Königinnenwürde'
Ein rechter Bericht über den Usus der Krönungszeremonie in Shil-o-Manien.

[] Dieser Säulenraum bietet wenige doch hochinteressante Wege ins Weite des Fundregals. Habt Ihr hier doch eine kleine Nische, welche sich über eine Wendelstiege zu dem Fundstaben HtT mit seinen geistigen Belangen bewegt. Ist euch weniger nach den wackeligen Erfahrungen des gusseiseren Wendelns, dann kommet hierdurch über die sanfte, gerade geschliffene Holzrutsche zum Fundstaben HAaB, wohin hier eher Abenteurer und deren Erlebnisse gestellt werden.

Michael Breitenfellner schrieb viele viele Namen für diesen Text ab.

Panta rhei. Das letzte Mal am 4. März 2000.